Anholt, 04 Juni 2026

Auf der dänischen Insel Anholt hat am Donnerstag die Obduktion des vor der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals „Timmy" begonnen, zu der die dänische Naturbehörde auch die Öffentlichkeit zugelassen hat.

Hintergrund: Der Weg des Wals „Timmy"

Die Obduktion des Tieres, das bereits seit rund zwei Wochen tot im flachen Wasser vor Anholt gelegen hatte, begann am Donnerstagnachmittag und sollte etwa sechs Stunden dauern, wie Morten Abildstrøm von der dänischen Naturbehörde mitteilte: „Die Obduktion wird am Nachmittag beginnen und etwa sechs Stunden dauern." Interessierte Bürgerinnen und Bürger durften die Untersuchung aus sicherer Entfernung verfolgen.

Zum Hintergrund: Der junge Buckelwal war im März 2025 an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste bei Timmendorfer Strand erstmals aufgefallen und deswegen auf den Namen „Timmy" getauft worden. Das Tier strandete mehrfach, bevor es am 31. März 2025 endgültig in der Wismarer Bucht vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern auf Grund lief. Eine großangelegte Rettungsaktion wurde gestartet.

Bergung am Strand von Anholt

Mit einem Bagger wurde der Wal auf einen Lastkahn gehoben und in Richtung Nordsee transportiert. Am 2. Mai 2025 wurde „Timmy" freigelassen. Genau zwei Wochen später bestätigte sich, dass das Tier tot war. Der Kadaver wurde später an der dänischen Küste vor Anholt gesichtet.

Bereits am Wochenende hatte ein Bergungsteam den Kadaver mit einem Fahrzeug und einem Seil in einer rund zweistündigen Aktion aus dem flachen Wasser an den Strand gezogen. „Alles ist nach Plan verlaufen", sagte Morten Abildstrøm. Die Bergung war im Livestream des Anbieters „News5" zu sehen. Zuvor hatte die dänische Biologin Jane Hansen angekündigt: „Der Wal wird im Laufe dieses Wochenendes an Land gezogen."