Auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen ist es am ersten Werktag nach dem Ende einer rund fünfmonatigen Generalsanierung zu massiven Zugausfällen und Verspätungen gekommen, weil bei einer Routinekontrolle ein Schaden an einem tragenden Bauteil einer Brücke bei Opladen entdeckt wurde.

Fünf Monate Bauzeit – und dann der Schaden

Die Deutsche Bahn hatte die Strecke am Freitagabend um 22:00 Uhr offiziell wieder freigegeben, nachdem sie seit Anfang Februar für die Generalsanierung vollständig gesperrt war. Das Unternehmen hatte versprochen, dass der Zugverkehr nach der Sanierung „verlässlicher und leistungsfähiger“ werde und dass sich Störungen und Verspätungen „deutlich reduzieren“ sollten. Doch schon am folgenden Werktag zeigte sich, dass diese Ankündigungen vorerst nicht eingelöst werden können.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurde der Schaden an einem tragenden Bauteil der Brücke bei Opladen bei einer „routinemäßigen Prüfung“ festgestellt. Daraufhin könne die Strecke nur eingleisig freigegeben werden, sagte das Unternehmen. Eins der beiden Gleise auf der Brücke sei „aus Sicherheitsgründen“ nicht für Züge nutzbar. Diese Einschränkung soll nach derzeitigem Stand bis Montagmorgen, 8:00 Uhr, bestehen bleiben.

Eingleisiger Betrieb aus Sicherheitsgründen

Nach Angaben der Bahn war die betroffene Brücke im Zuge der Korridorsanierung nicht erneuert worden, weil frühere Inspektionen – zuletzt Ende 2025 – keine Schäden gezeigt hätten. Zum Ausmaß des Schadens und zur voraussichtlichen Dauer der Reparaturen wollte das Unternehmen zunächst keine Angaben machen und verwies auf eine Mitteilung „sobald verlässliche Aussagen möglich sind“.