Potsdam, 21 Oktober 2026

Brandenburgs Ministerpräsident Jan Redmann hat sich nach den Sondierungen in Berlin von Teilen der Potsdamer CDU-Mittelständler distanziert und dabei den entschiedenen Kampf gegen Antisemitismus bekräftigt.

Die Diskussion über ein entschiedenes Vorgehen gegen Antisemitismus, angefacht durch mehrere Vorfälle in den Reihen der Linken, hatte in den Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus die Gespräche über eine Regierungsbildung zwischen der Linken, den Grünen und der SPD erschwert. Vor diesem Hintergrund stellt sich Brandenburgs Ministerpräsident Jan Redmann nun gegen einen Teil der eigenen Parteibasis in Potsdam und bekräftigt eine klare Haltung gegen jede Form von Antisemitismus.

Redmann hatte sich am Dienstag bei einem Auftritt vor den Potsdamer CDU-Mittelständlern ausdrücklich zu den Berliner Sondierungen geäußert und dabei den Schulterschluss mit den demokratischen Parteien betont. Zugleich verwahrte er sich gegen Versuche, Antisemitismus als politisches Druckmittel zu relativieren. Die Äußerungen sorgten parteiintern für Unruhe, da Teile des Potsdamer Mittelstandsverbands eine andere Linie vertraten.