Der Technologiekonzern Bosch erhält für die Umrüstung seiner Chipfabrik im US-Bundesstaat Kalifornien bis zu 225 Millionen US-Dollar aus dem Chip-Programm des US-Handelsministeriums und hat dort zugleich mit der Musterfertigung von Siliziumkarbid-Chips begonnen.
Wie das Unternehmen am Montag am Standort Roseville mitteilte, stammt die Förderung in Höhe von bis zu 225 Millionen US-Dollar aus dem Chip-Programm des US-Handelsministeriums. Die Mittel sind Teil des Vorhabens, die heimische Halbleiterproduktion in den Vereinigten Staaten zu stärken. Bosch kündigte die Förderung im Beisein von Paul Thomas an, dem Nordamerikachef des Konzerns.
"Der Start der Musterfertigung und die Fördervereinbarung sind nach Angaben des Bosch-Nordamerikachefs Paul Thomas ein Meilenstein, um den Kunden vor Ort das zu liefern, was sie gefordert haben – eine lokale Fertigung." Diese Sicht unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts für das Unternehmen.
Standort Roseville als erste US-Chipfabrik
Gut drei Jahre nach dem Kauf des Werks von TSI Semiconductors im August 2023 hat Bosch in Roseville nun erste Muster von Siliziumkarbid-Chips produziert. Das Werk ist die erste Chip-Fertigung von Bosch in den USA. Die Serienproduktion ist für später in diesem Jahr vorgesehen. Aktuell beschäftigt der Standort nach Unternehmensangaben mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Insgesamt investiert das Unternehmen aus Gerlingen bei Stuttgart bis zu zwei Milliarden Dollar in den Standort. Bis 2031 will der Konzern bis zu 7,5 Milliarden Dollar in seine dortigen Standorte investieren. 2031 feierten die Schwaben ihr 125. Jubiläum in den Vereinigten Staaten.
