Die Bonner Nordbrücke (Friedrich-Ebert-Brücke) ist am Mittwoch, 3. Juni 2026, nach der Entdeckung gravierender Schäden an der Tragstruktur vollständig gesperrt worden; Patrick Schnieder (CDU) kündigte schnelle Hilfe des Bundes an.

Ausgangslage: Schäden an einer der wichtigsten Brücken im Westen

Die Autobahn GmbH erklärte am Donnerstag, dass die Sperrung der Friedrich-Ebert-Brücke, besser bekannt als Bonner Nordbrücke, zwingend notwendig geworden sei. Bei Routinekontrollen waren Risse im Beton und Korrosionsschäden am Bewehrungsstahl aufgefallen. Ein bereits zuvor verhängtes Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen habe nicht ausgereicht, um weitere Schäden am Bauwerk zu verhindern. Die Brücke gehört zur Autobahn 565 und verbindet die Bonner Innenstadt mit dem linksrheinischen Umland.

Vor der Sperrung rollten nach Angaben der Autobahn GmbH rund 100.000 Fahrzeuge pro Tag über das Bauwerk. Damit ist die Nordbrücke die wichtigste Ost-West-Verbindung im Bonner Raum. Sie gehört zu insgesamt drei Rheinbrücken in der Stadt und gilt als zentrale Pendlerstrecke der Region. Zum Vergleich: Die über lange Zeit gesperrte Talbrücke Rahmede an der Sauerlandlinie A45 wies ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen auf.