Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ORF III haben sich in einem offenen Brief an die designierte Ingrid Thurnher und den Clemens Pig gegen Pläne gestellt, das Programmbudget des Kultursenders von derzeit rund 15 Millionen Euro um die Hälfte zu kürzen.

Die Belegschaft des ORF-Kulturkanals ORF III schlägt Alarm. In einem offenen Brief warnen die Beschäftigten vor einer beispiellosen Halbierung des Programmbudgets, das derzeit etwa 15 Millionen Euro umfasst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden sich direkt an die Ingrid Thurnher und den Clemens Pig mit der dringenden Bitte, die Sparpläne zu überdenken. ORF III stellt eigenen Angaben zufolge jährlich 2.300 originäre Programmstunden her, darunter Live-Übertragungen von Konzerten und Kabarett, umfassende Informations- und Geschichtssendungen sowie Regionalkultur.

In dem Schreiben, das der APA vorliegt, heißt es: „Eine Halbierung des Programmbudgets ist im ORF-Konzern beispiellos." Die Belegschaft erkennt grundsätzlich an, dass auch ORF III einen Beitrag zu den Sparvorgaben leisten muss. Gleichzeitig wehrt man sich jedoch entschieden dagegen, dass Programm und Arbeitsplätze einer „unverhältnismäßigen und unternehmensschädigenden Sparpolitik geopfert werden". Die Verunsicherung unter den Beschäftigten sei groß, wie aus dem Brief hervorgeht: „Die Sparpläne und der drohende Arbeitsplatzverlust verunsichern die Kolleginnen und Kollegen bei ORF III zutiefst."