Ludwigshafen, 08 Juli 2026

Rund 100 Tage nach der Inbetriebnahme seines 8,7 Milliarden Euro teuren Verbundstandorts im chinesischen Zhanjiang hat der Chemiekonzern BASF eine gemischte Zwischenbilanz gezogen und weitere Einschnitte am Stammsitz Ludwigshafen angekündigt.

Der Standort Zhanjiang sei nicht nur planmäßig fertiggestellt worden, sondern habe auch das Budget unterschritten, sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann. "Das kommt bei Großprojekten nicht so oft vor." Zudem seien alle Anlagen sofort produktions- und lieferfähig gewesen. Der Standort mit mehr als 30 Produktlinien, darunter ein Steamcracker, beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter.

Trotz der ursprünglichen Erwartung von Verlusten im ersten Betriebsjahr habe das Werk bereits fast zwei profitable Monate verzeichnet. Das sei "wirklich ganz spektakulär", sagte Elvermann. Der Steamcracker, das Herzstück des Werks, ist eine Großanlage zur Aufspaltung von Rohbenzin mit Hilfe von Dampf.