Ein aktueller Modebeitrag und ein Bericht über eine Heißluftballonfahrt von Krems nach Tulln verbinden das Thema Ballon: als Silhouette der Saison und als ältestes Luftfahrzeug der Menschheitsgeschichte.
„Die Ballonform zählt zu den prägendsten Entwicklungen der aktuellen Saison“, schreibt die Autorin Barbara Zach. Runde Linien, schreibt sie weiter, würden als weich und harmonisch empfunden, sie „schaffen Distanz zum Körper, ohne ihn zu verstecken, und vermitteln Freiheit statt Perfektion“. Damit treffe eine Form auf aktuelle modische Bedürfnisse, die weniger auf Glätte als auf spürbare Präsenz am Körper setzen.
Eine Form mit Geschichte
Modehistorisch ist das keine Überraschung. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten voluminöse Ärmel und ausladende Röcke zum Idealbild weiblicher Eleganz. „In den Fünfzigerjahren feierte die betonte Rundung ein Comeback“, heißt es im Artikel, später folgten die expressiven Proportionen der Achtziger. Mit den Bubble-Skirts der frühen Zweitausender kam die Silhouette zuletzt erneut auf den Laufsteg zurück.
„Ob als gerundeter Rocksaum, skulpturaler Ärmel oder weit geschnittene Hose mit schmal zulaufendem Abschluss“ – die Bandbreite ist groß. Für 2026 werde die Form neu interpretiert, so Zach: „Statt nostalgischer Romantik steht heute eine zeitgemäße, beinahe architektonische Leichtigkeit im Mittelpunkt“. Internationale Marken und Ateliers setzen auf raffinierte Volumenkonstruktionen, technische Stoffe, Popeline, Organza oder Taft.
