Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beziffert die potenzielle finanzielle Gesamtbelastung deutscher Finanzinstitute aus Cum/Cum- und Cum/Ex-Gestaltungen auf 7,01 Milliarden Euro und plant weitere Prüfungen zu Governance und Rolle einzelner Personen.

Hintergrund der Umfrage

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das Ausmaß der Cum/Cum- und Cum/Ex-Gestaltungen in der deutschen Finanzbranche beziffert. Nach dem bisherigen Auswertungsstand ergebe sich eine potenzielle finanzielle Gesamtbelastung von 7,01 Milliarden Euro, teilte die Aufsicht mit. Die Erhebung lief zwischen Mitte Dezember 2025 und Ende März 2026.

An der Umfrage richtete sich die BaFin an 267 deutsche Kreditinstitute, 542 Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds sowie an 58 ausgewählte Wertpapierinstitute, Finanzmarktinfrastrukturunternehmen und externe Kapitalverwaltungsgesellschaften mit Erlaubnis, offene Wertpapierfonds zu verwalten. Insgesamt gaben demnach 73 Kreditinstitute, 21 Versicherer und zwölf Gesellschaften aus dem Wertpapiersektor an, von mindestens einem dieser Fragenkomplexe betroffen zu sein.