In Groß-Enzersdorf hat am Dienstag die nächste Verhandlungsrunde über einen Sozialplan für die Belegschaft des Tiefkühlgemüse- und Nudelherstellers Ardo begonnen, dessen Werk in mehreren Etappen bis August 2027 geschlossen wird.
Die Schließung des Standorts Groß-Enzersdorf ist bereits besiegelt: Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, endet die Tiefkühlgemüse-Produktion im Dezember 2026, die Nudel-Linie wird im Frühjahr 2027 stillgelegt, und im August 2027 sperrt das Werk endgültig zu. Damit verlieren Hunderte Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in einer Region, die schon zuvor unter dem Druck des agrarischen Strukturwandels steht.
Im Zentrum der laufenden Gespräche steht ein Sozialplan, der Abfindungen, Qualifizierungsmaßnahmen und Unterstützung bei der Arbeitsuche vorsieht. Auf Arbeitnehmerseite führt die Gewerkschaft die Verhandlungen, auf der Gegenseite sitzen Vertreter des Unternehmens. Die Verhandlungsrunde am Dienstag soll den Rahmen der finanziellen Leistungen weiter konkretisieren und den zeitlichen Ablauf der Unterstützungsangebote festlegen.
