Die angekündigte Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf bedroht nach Darstellung dreier Berichte die Existenz zahlreicher Marchfelder Bauernfamilien, weil ihnen damit ein naher Abnehmer für ihr Gemüse fehlen würde.
Das Marchfeld zählt zu den wichtigen Anbaugebieten für österreichisches Tiefkühlgemüse. Mit der angekündigten Schließung von Ardos Werk in Groß-Enzersdorf droht den Betrieben in der Region nun ein erhebliches Problem bei der Frage, an wen sie ihre Ernte abgeben können.
Die Betriebe befinden sich bislang in räumlicher Nähe zu einem Werk, das ihre Produkte zu Tiefkühlgemüse verarbeitet. Wegen dieser Nähe war der Anbau für die betroffenen Familien offenbar wirtschaftlich sinnvoll. Ohne ein nahe gelegenes Werk könnte diese Grundlage für die Produktion entfallen.
Ein Sprecher beziehungsweise eine Vertretung aus dem Umfeld der Landwirtschaft bringt die Sorge mit einem direkten Satz auf den Punkt: „Ohne das Werk in der Nähe lohnt sich der Anbau für zahlreiche Bauernfamilien nicht mehr.“ Damit richtet sich die Warnung weniger an ein einzelnes Unternehmen als an die regionale Produktionsstruktur.
