Wien, 03 Juli 2026

Die Altstoff Recycling Austria (ARA) und die Elektro Recycling Austria (ERA) sprechen sich gegen ein Pfand- oder Cashback-System für Batterien aus und verweisen auf bestehende Sammelstrukturen sowie Brandschutzmaßnahmen.

Thomas Maier, Sprecher der ARA, argumentiert, dass weder ein Pfand- noch ein Cashback-System die erhoffte Lenkungswirkung entfalten würde. Beide Modelle würden Kosten verursachen, die am Ende die Konsumentinnen und Konsumenten tragen müssten: "Sowohl das Pfand- als auch das Cashback-System würden Kosten verursachen, die letztlich die Konsumenten zu tragen hätten." Zudem habe ein reines österreichisches Modell aus Sicht der Branche einen systemischen Schwachpunkt.

Seine Begründung: "Wenn das nur Österreich macht, kaufen die die Leute die Batterien in Freilassing (Deutschland; Anm.) und geben sie dann in Salzburg zurück." Ein nationales Pfand ließe sich aus seiner Sicht kaum gegen grenznahen Einkaufstourismus durchsetzen. Auch der Versuch, Online-Händler zur Kasse zu bitten, hält Maier für unrealistisch: "Wie soll ich einen Chinesen dazu verpflichten, hier etwas zu bezahlen? Der weiß ja nicht einmal, wo Österreich liegt."