Wiesbaden, 10 Juni 2026

Wärmepumpen haben sich in deutschen Neubauten als dominierende Heiztechnik durchgesetzt: 73,6 Prozent der im Jahr 2025 fertiggestellten rund 58.900 Wohngebäude nutzen sie als Hauptenergiequelle, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Damit hat sich der Anteil der Wärmepumpen in Neubauten binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2015 waren Wärmepumpen erst in gut 31 Prozent der damals 105.600 errichteten Wohngebäude die vorherrschende Heiztechnik. Den Anstieg führen Fachleute unter anderem auf gesetzliche Vorgaben, gestiegene Energiepreise und technische Fortschritte zurück. Das Statistische Bundesamt stuft Wärmepumpen als erneuerbare Energiequelle ein, da sie Geo- und Umweltthermie nutzen.

Wärmepumpen vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern

Besonders verbreitet sind Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern: In rund 78 Prozent aller 2025 fertiggestellten Gebäude dieses Typs wurde hauptsächlich eine Wärmepumpe für die Heizenergie genutzt. In Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen lag der Anteil mit 52,7 Prozent deutlich niedriger. Die Statistiker führen das auf die technischen Voraussetzungen und die häufig geringere Verfügbarkeit von geeigneten Flächen für Erdwärmesonden in dichter bebauten Quartieren zurück.