Der zweite Jugendmonitor der Arbeiterkammer Wien (AK) zeigt, dass die Teuerung die Lebensrealität junger Menschen in Österreich weiterhin prägt und einkommensschwache Gruppen besonders hart trifft.
Der am Dienstag vorgestellte Jugendmonitor der Arbeiterkammer Wien zeichnet das Bild einer Generation, die mit anhaltender Inflation zurechtkommen muss. 47 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten bei Lebensmitteln gespart zu haben. 18 Prozent überzogen ihr Bankkonto, vier von zehn Befragten mussten auf Ersparnisse zurückgreifen. Nur etwa die Hälfte bewertete die eigene finanzielle Situation als zufriedenstellend, lediglich 30 Prozent sagten, sie könnten „gut leben“.
Einkommen prägt Ausbildungschancen
Besonders deutlich fallen die Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen aus. Für die unteren 30 Prozent reicht das Geld demnach nicht zum Leben, für die mittleren 40 Prozent ist es gerade ausreichend. 44 Prozent der einkommensärmsten jungen Menschen konnten wegen ihrer finanziellen Lage eine Aus- oder Weiterbildung nicht beginnen oder mussten sie abbrechen. Im Durchschnitt berichteten nur 19 Prozent aller Befragten von Einschnitten im Bildungsbereich, bei den einkommensstärksten lag der Wert bei lediglich 2 Prozent.
