Salzburg, 01 Juli 2026

Ein 70-jähriger früher unbescholtener Akademiker ist am Mittwoch vom Landesgericht Salzburg wegen versuchten Mordes an seiner Ex-Frau zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Hintergrund der Tat

Die acht Laienrichterinnen und Laienrichter entschieden mehrheitlich, dass es sich um versuchten Mord handle, obwohl der Angeklagte im Prozess lediglich vorsätzliche schwere Körperverletzung gestanden hatte. Laut Anklage hatte der Mann seiner früheren Ehefrau Anfang des Jahres in deren Wohnung in der Region Salzburg mit einem Küchenmesser mit 20 Zentimeter Klingenlänge drei Stiche in Brust, Bauch und Kniebereich zugefügt und damit lebensgefährliche Verletzungen verursacht.

Die Staatsanwältin sprach von einem versuchten Femizid aufgrund einer gescheiterten Beziehung. Sie erklärte, nur die Flucht der Frau habe weitere Stiche verhindert. Wörtlich sagte sie: "Flucht hielt ihn von weiteren Stichen ab". Ohne diese Flucht hätte die Frau den Vorfall möglicherweise nicht überlebt. Das Opfer musste im Spital operiert werden und befindet sich seither in psychotherapeutischer Behandlung.