Paris, 14 Juli 2026
Nach dem Ausbruch eines schweren Waldbrands im Forêt de Fontainebleau südlich von Paris sind am späten Montagabend zwei Verdächtige festgenommen worden, denen vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen wird.
Das Feuer war am Sonntag im Wald von Fontainebleau ausgebrochen und hatte sich wegen der extremen Trockenheit rasch ausgebreitet. Nach Behördenangaben vernichteten die Flammen mehr als 1.300 Hektar Wald – eine Fläche, die als einer der schlimmsten Waldbrände im Großraum Paris seit Langem gilt. Rund 1.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.
Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez teilte am späten Montagabend mit, dass zwei Verdächtige wegen "vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung" in Gewahrsam genommen worden seien. Nach Angaben von Ermittlerkreisen ist einer der beiden Verdächtigen 18 Jahre alt. Die Hintergründe der Tat und ein möglicher Zusammenhang zwischen den beiden Festgenommenen waren zunächst unklar.
Ausmaß des Brandes und laufende Löscharbeiten
Im Einsatz befanden sich laut Behörden 600 Feuerwehrleute. Auch Löschflugzeuge wurden eingesetzt. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil der Boden und die Vegetation durch die dritte Hitzewelle des Jahres in weiten Teilen Frankreichs stark ausgetrocknet sind.
Frankreich erlebt nach Angaben von Behörden und Wetterdiensten derzeit seine dritte Hitzewelle des Jahres. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Hitzewellen, die Waldbrände begünstigen, infolge des vom Menschen verursachten Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zunehmen.
