Während des historischen Besuchs von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Syrien sind am Dienstagmorgen in der Nähe des Hotels, in dem er übernachtet hatte, zwei Bomben detoniert; Macron setzte sein Programm fort.
Explosionen in der Nähe des Hotels
Die syrische Hauptstadt Damaskus ist am Dienstagmorgen gegen 10.20 Uhr Ortszeit von zwei Bombenexplosionen erschüttert worden. Nach Angaben des syrischen Innenministeriums detonierten die Sprengsätze in der Nähe des Hotels «Four Seasons», in dem der französische Präsident Emmanuel Macron am Vorabend für eine überraschende Visite eingetroffen war. Die Hintergründe der Anschläge sind bisher unklar.
Frankreichs Präsident befand sich nach Angaben des Élyséepalastes zum Zeitpunkt der Detonationen bereits auf dem Weg zu einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa und nahm die Explosionen nicht wahr. AFP-Reporter berichteten, sie hätten die Detonationen gehört und Rauch über dem umliegenden Viertel aufsteigen sehen. Krankenwagen fuhren zum Ort des Geschehens, während Sicherheitskräfte mehrere Zufahrten zu dem Gebiet absperrten.
Hintergrund der Anschlagsserie
Bei den Anschlägen wurden nach syrischen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 18 weitere verletzt, darunter vier Polizisten. Die Bomben waren in einem am Straßenrand geparkten Auto und in einem Abfalleimer versteckt. Sicherheitskräfte entdeckten die Sprengvorrichtungen und begannen mit Vorbereitungen zur Entschärfung, doch die Bomben detonierten noch während der laufenden Arbeiten.
