In der Nähe des Hotels in Damaskus, in dem der französische Präsident Emmanuel Macron während seines Syrien-Besuchs übernachtet hatte, sind am Dienstag zwei Bomben explodiert, während Macron bereits im Präsidentenpalast mit Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa zusammentraf.

Erster westeuropäischer Besuch seit Jahren

Macron war am späten Montagabend mit einer Wirtschaftsdelegation in Syrien eingetroffen und ist damit der erste Staatschef eines westeuropäischen Landes, der das Land seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Bashar al-Assad im Dezember 2024 besucht. „Er ist der erste westeuropäische Staatschef, der Syrien seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Bashar al-Assad im Dezember 2024 besucht“, berichteten Nachrichtenagenturen. Vor Macrons jetzigem Besuch hatte zuletzt 2009 mit Nicolas Sarkozy ein französischer Präsident Syrien besucht.

Nach einem Arbeitsessen besichtigten Macron und al-Scharaa am Montagabend die berühmte Umayyaden-Moschee in Damaskus. Nach seiner Ankunft traf Macron am Dienstag zudem Mitglieder der syrischen Zivilgesellschaft, bevor er den Präsidentenpalast betrat. Bei seinem Besuch wollte Macron laut dem Élysée-Palast auch eine Reihe von Kunstschätzen an Syrien zurückgeben. Es handle sich um 23 archäologische Objekte, die 2010 dem Institut du monde arabe in Paris geliehen worden und wegen des syrischen Bürgerkriegs nicht zurückgebracht worden seien.