Zehn Jahre nach der verheerenden Sturzflut in Simbach am Inn, bei der fünf Menschen starben und Hunderte aus Lebensgefahr gerettet werden mussten, erinnern sich Zeitzeugen an die Katastrophe.

Die Katastrophe vom 1. Juni 2016

Am 1. Juni 2016 verwandelte sich der beschauliche Simbach nach stundenlangem Starkregen und einem Dammbruch in eine reißende Todesfalle. Die Wassermassen schossen durch die Straßen, die Bundesstraße B12 stand 3,5 Meter unter Wasser, und mehr als 400 Gebäude wurden überflutet – teils bis zum ersten Stock.

Fünf Menschen ertranken in ihren Häusern, Hunderte mussten mit Booten und Hubschraubern aus akuter Lebensgefahr gerettet werden. Nach dem Rückgang des Wassers blieben Zehntausende Tonnen Schlamm und Sperrmüll zurück.

Janine Denk, damals Lehrerin an einer Schule in St. Peter, betreute am Nachmittag rund 15 Schüler bei den Hausaufgaben. „Es hat geregnet und geregnet. Und irgendwann kamen dann erste Bilder und Videos über Whatsapp“, erinnert sie sich. Die Flutwelle bahnte sich ihren Weg nur wenige Meter an der Schule vorbei.