Das Landgericht Zweibrücken hat den 26-jährigen Ioanni V. am Donnerstag wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er im Februar 2026 den 36-jährigen Zugbegleiter Serkan Çalar bei einer Fahrkartenkontrolle in einem Regionalzug bei Landstuhl in Rheinland-Pfalz mit mehreren Schlägen so schwer verletzt hatte, dass dieser zwei Tage später an einer Hirnblutung starb.

Tatverlauf im Februar 2026

Die Tat ereignete sich am 2. Februar 2026 in einem Regionalexpress kurz nach der Abfahrt aus Landstuhl in Rheinland-Pfalz. Der 26-jährige Ioanni V., ein griechischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Luxemburg, konnte bei der Kontrolle kein Ticket vorweisen und verweigerte die Angabe seiner Personalien. Nachdem ihn der Zugbegleiter aufgefordert hatte, den Zug zu verlassen, schlug der Angeklagte mehrfach mit Fäusten auf den Kopf und den Oberkörper des Kontrolleurs ein. Der 36-jährige Serkan Çalar erlitt dadurch schwere Kopfverletzungen, eine starke Hirnblutung und starb zwei Tage später im Krankenhaus trotz Reanimationsversuchen.

Der Täter wurde am nächsten Halt in Homburg im Saarland festgenommen. Während des Prozesses gab er die Tat zu, bestritt jedoch einen Tötungsvorsatz. Nach dem Angriff soll er auf Englisch gesagt haben: "That will teach him, not to touch strange people" und "He's alive, he's fine". Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Gefängnis gefordert und die Tat als "völlig sinnfreien Ausraster" über einen belanglosen Anlass bezeichnet.