Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger würde es nach einer neuen ZDF-Umfrage ablehnen, wenn die AfD in einem ostdeutschen Bundesland einen Ministerpräsidenten stellt.
Wie aus dem neuen ZDF-"Politbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht, würden es knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten schlecht finden, wenn die AfD nach den Wahlen einen Ministerpräsidenten in Ostdeutschland stellen würde. Die Erhebung misst damit die grundsätzliche Haltung der Bevölkerung zu einem möglichen Regierungswechsel unter Führung der in Teilen als rechtsextrem eingestuften Partei.
Ausgangslage in Ostdeutschland
Die AfD tritt in mehreren ostdeutschen Ländern mit Chancen auf eine Regierungsbeteiligung an. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen in den kommenden Jahren Landtagswahlen an, bei denen Umfragen die Partei jeweils in Reichweite der stärksten Kraft sehen. Beobachter werten die bundesweite Ablehnung von 64 Prozent als Hinweis darauf, dass viele Wähler einer Regierungsübernahme der AfD skeptisch gegenüberstehen.
