Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ über die Vorbereitungen seiner Partei auf eine Regierungsübernahme gesprochen und gleichzeitig erste Kontroversen ausgelöst.
Vorbereitungen über Jahre
Siegmund äußerte sich in der Sendung zu finanziellen Vorbehalten bei der Umsetzung zentraler Wahlversprechen. Auf die Frage nach kostenlosen Kindergärten sagte er: „In dem Moment, wo wir die haushalterische Freiheit dafür haben. So schnell wie möglich.“ Gleichzeitig räumte er ein: „Es ist nicht alles sofort umsetzbar.“
Nach Angaben des stellvertretenden Ressortleiters Politik der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Justus Bender, betreibt die AfD seit Jahren einen systematischen Personalaufbau. „Die bereiten das genau so lang auch schon vor und es steht möglicherweise unmittelbar bevor“, sagte Bender. Die Partei suche landesweit nicht nur Staatssekretäre und Minister, sondern bilde in „Kaderschmieden“ auch Referenten und Büroleiter aus. „Die lernen, einen Haushalt zu schreiben. Die lernen, eine Rede zu schreiben. Der gesamte Apparat wird daraufhin ausgebildet“, zitierte Bender aus der Sendung.
