Das Team der ZDF-Satireshow „Die Anstalt" hat in seiner Jubiläumssendung die Entscheidung des Senders, den Rapper Danger Dan auszuladen, als „mutlos" kritisiert.

In der 100. Folge der Sendung „Die Anstalt" stand ein leerer Flügel auf der Bühne, daneben „ein einsames Mikrofon auf der Bühne". Eigentlich sollte Danger Dan dort gemeinsam mit dem Starpianisten Igor Levit den Song „Keine Angst" aufführen. Das ZDF hatte den Auftritt jedoch kurzfristig abgesagt.

Moderator Claus von Wagner sagte dazu in der Sendung: „Wir verstehen, dass man über den Song geteilter Meinung sein kann, aber wir empfinden die Entscheidung des ZDF in einer Zeit, in der rechtsextreme Gewalt in der Geschichte der Bundesrepublik mal wieder einen Höchststand erreicht hat, einfach als mutlos". Das „Anstalt"-Team nennt die ZDF-Entscheidung zu Danger Dan "mutlos".

Hintergrund: Worüber streiten ZDF und „Die Anstalt"?

In der Sendung griffen die Mitglieder des Ensembles nacheinander zu dem einsamen Mikrofon und trugen Passagen aus dem Lied „Keine Angst" vor. Das Publikum reagierte mit „Großer Applaus im Studio". Die Jubiläumssendung ging ausführlich auf den Streit ein.

Hintergrund des Konflikts ist der Liedtext von „Keine Angst". Darin geht es unter anderem darum, Namen rechtsextremer Täter zu recherchieren und zu veröffentlichen. Die letzten Zeilen des Songs nennen vier Vornamen, die mit Vornamen bekannter, teils bereits verurteilter linker Extremisten identisch sind. Das „Anstalt"-Team habe nach eigener Darstellung intensiv über eben diese Schlusszeilen diskutiert.