Bogotá, 12. August 2026

Rettungskräfte suchen in ganz Kolumbien nach Überlebenden, nachdem am Montag ein Erdbeben der Stärke 7,4 das Land erschüttert hat. Behörden melden eine steigende Zahl an Todesopfern. Die Herdtiefe von mehr als 100 Kilometern unterscheidet das Beben von flacheren Erschütterungen im benachbarten Venezuela.

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,4, das am Montag Kolumbien erschütterte, sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden melden eine steigende Opferzahl, während die Rettungsarbeiten in Städten wie Cali und Pereira sowie in Ortschaften in der Region Chocó andauern.

Das Beben ereignete sich am Montagnachmittag und war in weiten Teilen Kolumbiens zu spüren, darunter in den Großstädten Cali und Pereira sowie in abgelegenen Gemeinden im Departamento Chocó an der Pazifikküste. Behördenvertreter sagten, die Opferzahl sei auch am Dienstag weiter gestiegen, als Bergungsteams Leichen aus eingestürzten Gebäuden bargen und abgeschnittene Dörfer per Hubschrauber erreichten.

Laut dem Seismologen Gustavo Ortiz hatte das kolumbianische Beben seinen Ursprung in einer Tiefe von mehr als 100 Kilometern (etwa 62 Meilen) und ist somit ein Tiefherdbeben. Ortiz verglich es mit Erdbeben im benachbarten Venezuela, die seiner Aussage nach typischerweise in Tiefen von weniger als 20 Kilometern (etwa 12,5 Meilen) auftreten und daher tendenziell heftigere Erschütterungen an der Oberfläche verursachen.