Die Zahl der Tötungsdelikte in Österreich ist im vergangenen Jahr erneut gesunken, wie aus aktuellen Auswertungen hervorgeht, die Rainer Loidl und weitere Fachleute präsentiert haben.
Loidl, der an der FH Joanneum in Graz zu Kriminalistik forscht, erläuterte bei der Vorstellung der Detailauswertungen, dass der Rückgang nicht allein auf nachlassende Gewaltbereitschaft hindeute. Vielmehr spielten bessere medizinische Versorgung eine zentrale Rolle dabei, dass schwere Angriffe nicht mehr tödlich endeten.
„Weniger Tötungen würden nicht etwa bedeuten, dass es weniger Gewaltbereitschaft gibt. Vielmehr seien die sinkenden Zahlen auch auf Verbesserungen in der Notfallmedizin zurückzuführen, erklärte Loidl.
Loidl: Notfallmedizin als wesentlicher Faktor
,Verglichen mit früheren Erhebungen zeigen die Daten einen mehrjährigen Trend nach unten, wobei die absoluten Fallzahlen in Österreich insgesamt auf niedrigem Niveau bleiben. Fachleute betonen, dass Aussagen über die Kriminalitätsentwicklung erst über längere Zeiträume hinweg belastbar seien.
