Im vergangenen Jahr sind in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden 3.517 Kinder adoptiert worden – die niedrigste Zahl seit der deutschen Vereinigung.
Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, wurden im vergangenen Jahr bundesweit 3.517 Kinder adoptiert. Das seien 4 Prozent und damit 145 Kinder weniger als 2024. Damit ist die Zahl der Adoptionen in Deutschland auf niedrigstem Stand seit der deutschen Vereinigung gesunken.
1993 hatte es mit fast 8.700 Adoptionen einen Höchststand gegeben, bis 2009 halbierten sich die Zahlen. Seitdem bewegen sie sich auf niedrigem Niveau. Eine Erklärung für die insgesamt sinkenden Fallzahlen ist der anhaltende Rückgang der 'klassischen' Fremdadoptionen – also der Adoptionen durch Personen, die weder Stiefeltern noch Verwandte des Kindes sind.
Entwicklung seit 1993
Drei Viertel der Kinder wurde von der Stiefmutter oder dem Stiefvater angenommen. Mit 74 Prozent wuchsen die allermeisten Kinder vor der Adoption bei einem Paar aus einem leiblichen Elternteil und einem Stiefelternteil auf. Ihr Anteil an allen Adoptionen stieg von 54 Prozent im Jahr 2010 auf 75 Prozent im vergangenen Jahr – ein neuer Höchststand.
