Der nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026" stellt fest, dass der Geburtenknick Kitas und Schulen erreicht, die Einrichtungen aber nicht entlastet, während Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften insgesamt schwächer werden.

Geburtenknick an Grundschulen

Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht wurde am Montag in Berlin vorgestellt. Er bilanziert die Lage von der Kita bis zur Hochschule und liefert Bund und Ländern eine „Handlungsgrundlage für Bund und Länder". Für das kommende Schuljahr 2027/28 rechnen die Autorinnen und Autoren mit „abnehmenden Schülerzahlen an den Grundschulen". Hintergrund sei auch die im Vergleich zu den Vorjahren geringere Zuwanderung: „auch weil weniger Menschen zuwandern als zuletzt."

Doch aus sinkenden Kinderzahlen folgt nicht automatisch weniger Belastung. „Die sinkenden Zahlen bedeuten dem Bericht zufolge aber nicht unbedingt eine Entlastung des Systems", heißt es. Im Gegenteil: „Vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung und Betreuung im Primarbereich erhöhen sich die Ressourcenbedarfe." Der Anspruch auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule verschärft die Lage.