Ein Gericht in Seoul hat den früheren südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol am Freitag im Zusammenhang mit militärischen Drohnenflügen über Nordkorea zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

Anklage und Urteil

Das Bezirksgericht in Seoul habe ihn des Machtmissbrauchs und der Feindbegünstigung schuldig gesprochen, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Ein Sprecher des Seoul Central District Court erklärte, Yoon sei „30 Jahre Gefängnis“ für die Anklagepunkte auferlegt worden, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Gegen den inhaftierten konservativen Politiker, der einst oberster Staatsanwalt des Landes war, war im Februar bereits eine lebenslange Haftstrafe verhängt worden. Ein Gericht hatte ihn wegen Aufruhrs verurteilt, weil er versucht hatte, das Kriegsrecht auszurufen. Das Urteil vom Freitag kommt damit zu dieser Strafe hinzu.