Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat am 29. Mai 2026 im Deutschlandfunk die Eröffnung eines Bildungszentrums in München sowie einer Zweigstelle in Leipzig innerhalb der nächsten drei Jahre bekannt gegeben.

Ein historischer Ort für die Erinnerung

Das Zentrum wird am Karolinenplatz 4 in München errichtet, in einem Gebäude, das einst das Parteigericht der NSDAP beherbergte. Derzeit ist dort die Akademie der Technikwissenschaften untergebracht, deren Umzug mit 23 Millionen Euro aus dem Kulturhaushalt finanziert wird.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, bezeichnete das Zentrum als „nötiges Gegengewicht“ zum politischen Extremismus. Sie erklärte: „Die Zahl der Holocaust-Zeitzeugen sinke stetig, gleichzeitig wachse der politische Extremismus, vor allem von rechts.“

Knobloch betonte zudem: „Dem Judenhass ist ohne Kenntnis der Geschichte nicht beizukommen.“