Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat am Mittwoch die Gründung eines Bildungszentrums in München und einer Zweigstelle in Leipzig bekannt gegeben.
Symbolische Standortwahl
Es handelt sich um die ersten dauerhaften Bildungszentren der weltweit größten Holocaust-Gedenkstätte außerhalb Israels. Der Hauptsitz in Jerusalem soll damit sein weltweites Engagement in der Holocaust-Bildung und Erinnerungsarbeit verstärken.
Dani Dayan, Vorsitzender der Yad Vashem-Direktion, erklärte: „The choice of Munich, the birthplace of the Nazi Party, carries deep symbolic significance and reflects the importance of confronting this history where it began.“ München wurde demnach aufgrund seiner strategisch günstigen Lage und seiner Bildungslandschaft ausgewählt, was die Stadt zu einem idealen Standort für die Holocaust-Bildung mache.
Die Einrichtung soll vor allem interaktive Lernräume schaffen und sich an Pädagogen und junge Menschen in der Region sowie in den Nachbarländern richten. „Working together with our German partners, this center will help ensure that the truth of the Holocaust is preserved and passed on to future generations“, sagte Dayan.
