Der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, hat sich kurz vor einem Besuch von Bundesbildungsministerin Karin Prien und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke in der Gedenkstätte Sachsenhausen besorgt über eine Zunahme rechtsextremer Haltungen unter Jugendlichen geäußert.
Im Gespräch mit dem RBB Inforadio sagte Drecoll, die Zunahme rechtsextremer Einstellungen sei in den Gedenkstätten deutlich spürbar. Besonders alarmierend seien Einträge im Gästebuch der Gedenkstätte Sachsenhausen bei Oranienburg, die positive Bezüge zu Adolf Hitler enthielten.
Drecoll zeigte sich von diesen Einträgen „ein Stück weit fassungslos“ und bezeichnete sie teilweise als „niederschmetternd“. Er räumte ein, dass es sich bei einigen Einträgen um „dumme Provokationen“ handeln könne, fügte jedoch hinzu: „Aber mit Sicherheit tut es das auch und das ist besorgniserregend.“
Hitler-Einträge im Gästebuch
Der Stiftungsdirektor betonte, dass hinter solchen Äußerungen nicht zwingend eine rechtsextreme oder neonazistische Gesinnung stecken müsse, dies aber durchaus vorkomme und Anlass zur Sorge gebe.
