Die weltweit größte Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat am Donnerstag bekannt gegeben, ihr erstes internationales Bildungszentrum außerhalb Israels in München zu errichten.
Symbolträchtiger Standort in München
Die Entscheidung fiel nach einer umfassenden Machbarkeitsstudie, die von der deutschen Bundesregierung unterstützt wurde. Neben Bayern hatten sich auch Nordrhein-Westfalen und Sachsen um den Standort beworben.
Der Yad-Vashem-Vorsitzende Dani Dayan erklärte, die Wahl Münchens trage eine tiefe symbolische Bedeutung. Die Stadt gilt als Ausgangspunkt des politischen Aufstiegs des Nationalsozialismus; hier wurde 1920 die NSDAP gegründet und Adolf Hitler begann seine Karriere bei kleinen politischen Zusammenkünften.
Dayan betonte, die Entscheidung komme zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem Instrumentalisierung oder Leugnung des Holocaust sowie Antisemitismus zunehmen. Das neue Zentrum solle als bundesweite Plattform für ein Publikum in ganz Deutschland und den Nachbarländern dienen.
