Die weltweit größte Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gab am Donnerstag bekannt, dass ihre erste internationale Außenstelle in München errichtet wird.

Die Entscheidung fiel nach einer umfassenden Machbarkeitsstudie mit Unterstützung der Bundesregierung. Auch Nordrhein-Westfalen und Sachsen hatten Interesse an dem Standort bekundet.

Das neue Bildungszentrum soll am Karolinenplatz im Zentrum Münchens entstehen. Die bayerische Landesregierung hat dafür eine finanzielle Zusage gegeben.

Symbolträchtiger Standort

Yad-Vashem-Vorsitzender Dani Dayan erklärte, die Wahl Münchens trage eine tiefe symbolische Bedeutung. Die Stadt gilt als Ausgangspunkt des politischen Aufstiegs des Nationalsozialismus.

Dayan betonte, die Entscheidung komme zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem Instrumentalisierung oder Leugnung des Holocaust sowie Antisemitismus zunehmen. Die Einrichtung solle dem entgegenwirken.

Neben dem Hauptstandort in München ist eine kleinere Außenstelle in Leipzig geplant. Diese wird interaktive Lernräume bieten und sich vor allem an Pädagogen und junge Menschen richten.