Die Umweltschutzorganisation WWF hat in einer am Dienstag vorgestellten Studie über zehn Jahre dokumentierter Beschlagnahmungen nachgewiesen, dass Wilderei und illegaler Handel die größte Bedrohung für die ohnehin seltenen Stör-Arten an der Unteren Donau darstellen.

Datengrundlage und zentrale Funde

Für den Bericht wertete der WWF Daten aus dem Analysezeitraum 2016 bis 2025 aus. Grundlage waren behördliche Sicherstellungen von Stören, illegalen Fanggeräten, Fleisch und Kaviar, die der WWF über zehn Jahre gesammelt und analysiert hat. Die Studie dokumentiert demnach über 500 Fälle von Stör-Wilderei und illegalem Handel.

Im gesamten Untersuchungszeitraum beschlagnahmten die Behörden den Angaben zufolge rund sechseinhalb Tonnen Störfleisch und ganze Fische. Hinzu kamen mehr als 263 Kilogramm Kaviar. In einem Einzelfall stellten Ermittler demnach rund 40 Kilogramm Kaviar im geschätzten Wert von 46.500 Euro sicher. Einzelne Fälle umfassen weit mehr als 100 getötete Tiere.