Forschende der Universität für Bodenkultur Wien haben in einer schwimmenden Aufzuchtstation auf der Donauinsel erstmals die Nachzucht des seltenen Sternhausen-Störs erfolgreich abgeschlossen und bereiten die Auswilderung der Tiere vor.

Im Rahmen des internationalen Artenschutzprojekts „LIFE-Boat 4 Sturgeon" ist den beteiligten Forschenden nach eigenen Angaben ein wichtiger Durchbruch gelungen. Wie das Projektkonsortium mitteilte, wurde in der schwimmenden Aufzuchtstation auf der Wiener Donauinsel erstmals die Nachzucht des seltenen Sternhausen-Störs vollständig abgeschlossen. Damit sei ein entscheidender Schritt zur Wiederansiedlung der Art in der Donau erreicht worden.

Die Aufzucht erfolgt auf einem ehemaligen Transportschiff, das zur Forschungs- und Zuchtstation umgebaut wurde und nun als zentrale „Stör-Kinderstube" dient. In dieser mobilen Anlage werden die Jungtiere über mehrere Monate betreut, bevor sie in ausgewählte Abschnitte der Donau und ihrer Nebenflüsse entlassen werden sollen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen in dem Konzept den Vorteil, dass die Station flexibel entlang des Donauraums verlegt werden kann.