Die Bildungswissenschafterinnen Claudia Schneider und Sabine Zenz haben einen dauerhaften Qualifikationspfad für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ins Lehramt sowie systematische Qualitätssicherung beim Berufseinstieg gefordert.

Angesichts anhaltender Personallücken an österreichischen Schulen plädieren die Wissenschafterinnen Claudia Schneider und Sabine Zenz für einen grundlegenden Umbau der Quereinsteiger-Ausbildung. Anstelle einer 'temporären Krisenstrategie' fordern die Wissenschafterinnen einen dauerhaften Qualifikationspfad für Quereinsteiger mit einem eigenen Profil sowie qualitätssichernde Maßnahmen beim Berufseinstieg - etwa durch strukturierte Mentoringprogramme, Unterrichtsbeobachtung durch und bei Kolleginnen und Kollegen, Lerncoachings und Reflexion im Rahmen der PH-Lehrveranstaltungen.

Die Debatte ist nicht neu: Schon seit Jahren kämpfen einzelne Bundesländer - darunter Oberösterreich - mit akutem Lehrkräftemangel, der mit befristeten Programmen und dem Einsatz von Personen ohne vollständige pädagogische Ausbildung abgefedert wird. Die bisherigen Modelle wurden vielfach als Notlösung kritisiert, weil sie weder eine systematische Begleitung noch vergleichbare Standards vorsehen.