Das Wiener Start-up Eustella hat am Donnerstag eine KI-App auf den Markt gebracht, die als europäische Alternative zu ChatGPT, Gemini und Claude positioniert ist und auf Servern in Europa unter deutscher Jurisdiktion läuft.
Die App wurde nach Angaben des Unternehmens bereits vor dem offiziellen Launch von rund 5.000 Nutzerinnen und Nutzern getestet und ist ab sofort für iPhone, Android und im Web verfügbar. CEO Matteo Rosoli sprach von einem "Erster Schritt zur Souveränität" und erklärte: "Wir warten nicht darauf, dass Europa digital unabhängig wird. eustella macht es heute möglich." Das Start-up hat seinen Hauptsitz am Hub der AI Factory Austria AI:AT in Wien.
Datenhoheit und technologische Kontrolle bleiben zu 100 % in Europa, wie Rosoli betonte. "Nutzerdaten werden niemals für das Training von KI-Modellen verwendet", heißt es in der Unternehmensmitteilung. Als Cloud-Infrastruktur dient IONOS CLOUD, das nach eigenen Angaben mit Hauptsitz in Deutschland alle Dienste unter deutscher Jurisdiktion betreibt. Server stehen unter anderem in Berlin und Frankfurt. Damit will Eustella verhindern, dass europäische Daten über den US CLOUD Act in US-Hoheit geraten, wie der Gründer ausführt.
