Peter Weinelt, der Wiener Stadtwerke, hat im APA-Interview den Ausbau erneuerbarer Energien als zentralen Schutzschild gegen geopolitische Krisen, steigende Gaspreise und die Folgen des Klimawandels für Wien bezeichnet.
Weinelt warnte vor einer langfristigen Abhängigkeit von fossilen Importen und verwies auf die Rolle der Straße von Hormuz: „Das sind alles Erpressungssituationen, denen man sich nicht sehenden Auges langfristig ausliefern kann.“ Schon seit 2022 habe Europa „auf die schmerzhafte Tour gelernt, was Abhängigkeit bedeutet“, so der Stadtwerke-Chef.
Gleichzeitig zeigte er sich über Fortschritte bei der Diversifizierung der Gasversorgung erleichtert: „Es ist wirklich gelungen, LNG-Terminals et cetera und den Lieferantenkreis auszuweiten.“ Dadurch wirke sich die Iran-Krise auf die heimische Gasversorgung weniger stark aus als noch 2022. Allerdings bezeichnete er die Preisbewegungen am Gasmarkt als „Jo-Jo-Spiel“, gekoppelt an politische Entwicklungen rund um Waffenstillstände und Abkommen zwischen Kriegsparteien.
