Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt in ihrem neuen Krebsreport, dass die Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen ohne Gegenmaßnahmen bis 2050 von derzeit rund 20,6 Millionen auf etwa 35 Millionen steigen könnte.

Weltweiter Anstieg um 70 Prozent erwartet

Im aktuellen Krebsreport prognostiziert die WHO für das Jahr 2050 rund 35 Millionen neue Krebspatienten pro Jahr – ein Anstieg von etwa 70 Prozent gegenüber 20,6 Millionen Fällen im Jahr 2024. Nahezu zehn Millionen Menschen sterben den Angaben zufolge jährlich an einer Krebserkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation sieht die Gründe vor allem im Wachstum und in der Alterung der Weltbevölkerung sowie in der Zunahme von Risikofaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum, Übergewicht und Luftverschmutzung.

Gleichzeitig zeigt der Bericht erhebliche Unterschiede bei Prävention, Früherkennung und Behandlung zwischen Ländern mit hohem und niedrigem Einkommen. In nur 39 Prozent aller Länder sei der Zugang zumindest zu minimalen Behandlungen möglich, schreibt die WHO. "Das bedeutet, dass ein Großteil der Weltbevölkerung keinen Zugang zu einer Grundversorgung hat."