Das Präsidium der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofes hat den Chefankläger Karim Khan mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert, nachdem eine UN-Untersuchung den Verdacht sexueller Übergriffe gegen ihn erhärtet hat.

Hintergrund der Vorwürfe

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Karim Khan, ist wegen des Verdachts auf sexuelle Übergriffe mit sofortiger Wirkung von seinem Dienst suspendiert worden. Wie das Präsidium der Vertragsstaaten des Gerichts in Den Haag mitteilte, soll eine Sondersitzung so schnell wie möglich stattfinden, um eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Amtsenthebung zu treffen. "Die Sondersitzung soll so schnell wie möglich stattfinden", hieß es aus Den Haag.

Vorausgegangen war ein Verfahren auf Grundlage einer Untersuchung der Vereinten Nationen. Eine Kommission der Vereinten Nationen hatte die Vorwürfe untersucht und im Dezember 2025 ihren Bericht vorgelegt. Auf dieser Grundlage hatten drei Richter des Weltstrafgerichts ein Rechtsgutachten erstellt. Sowohl der Bericht der UN-Kommission als auch das Rechtsgutachten der drei Richter wurden bisher nicht veröffentlicht.