Friedrichshafen, 01 Juli 2026

Am Mittwochmittag hat sich laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) vor Friedrichshafen am Bodensee eine Wasserhose gebildet, die rund 15 Minuten sichtbar war und anschließend in Richtung Lindau abzog.

Sichtung am Mittag

Nach Angaben des DWD formierte sich der Tornado kurz nach 13 Uhr vor dem Ufer von Friedrichshafen auf der deutschen Seite des Sees und war nach Schätzungen etwa eine Viertelstunde lang zu sehen. DWD-Meteorologe Kai-Uwe Nerding erklärte: „Die Windgeschwindigkeiten in dem Tornado seien schwer zu schätzen, aber er gehe von 100 bis 150 Kilometern pro Stunde aus." Konkrete Angaben zu Höhe und Durchmesser des Wirbels könne er allerdings nicht machen: „Zu Höhe und Durchmesser könne er keine Angaben machen."

Wie der DWD weiter mitteilte, entstand die Wasserhose unter einer Gewitterzelle, die sich allerdings schon wieder aufgelöst habe. Nerding erläuterte den Mechanismus: „In der Atmosphäre haben wir in den untersten Niveaus Rotation, und diese Rotation hat jetzt im Zusammenhang mit der Gewitterzelle, wo es dann eben auch Aufwinde gibt, dafür gesorgt, dass wir die Bildung von einem Tornado hatten."