Berlin, 16 August 2026
Angesichts anhaltender Waldbrände etwa bei Monschau an der Grenze zu Belgien warnen Fachleute vor gesundheitlichen Risiken durch Rauch und Feinstaub, die je nach Entfernung und Witterung unterschiedlich stark ausfallen.
Wenn Wälder in Europa brennen, breitet sich der Rauch über Ortschaften, Felder und sogar Landesgrenzen hinweg aus. Im Raum Monschau, nahe der belgischen Grenze, kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen mehrere Brandherde. Auch außerhalb des unmittelbaren Brandgebiets berichten Anwohnerinnen und Anwohner über beißenden Geruch und eingetrübte Luft. Die Frage, ab wann dieser Rauch gesundheitlich bedenklich wird, beschäftigt Fachbehörden und besorgte Bürger gleichermaßen.
Was Rauch und Feinstaub im Körper auslösen
Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes (UBA) hängt das Risiko vor allem von der Konzentration der Schadstoffe und vom Abstand zum Brandherd ab. In unmittelbarer Nähe eines Feuers ist die Rauchbelastung am höchsten: Dort wirken neben Feinstaub auch Kohlenmonoxid, Stickoxide und andere Reizgase unmittelbar auf Augen, Atemwege und Kreislauf. „Mit zunehmendem Abstand zum brennenden Bereich nehme jedoch die Wahrscheinlichkeit für akute Auswirkungen durch die Rauchbelastung ab. Ab einigen hundert Metern würden eher die oben beschriebenen Auswirkungen durch Feinstaub relevant“, erklären Fachleute des UBA.
