München, 29 Juni 2026
Ein internationales Forscherteam um den Münchner Allergologen Jeroen Buters warnt vor den Risiken des sogenannten Gewitterasthmas, das bei sommerlichen Unwettern binnen Minuten lebensbedrohliche Atemwegskrisen auslösen kann.
Gewitterasthma, auch „Thunderstorm Asthma" (TSA; Anm.) genannt, ist ein sehr seltenes Phänomen. Es wurde weltweit bekannt, als 2016 im australischen Melbourne nach einem schweren Gewittersturm mehrere tausend Personen wegen asthmatischer und allergischer Beschwerden in Krankenhäusern behandelt werden mussten und acht Menschen infolgedessen starben.
Im November 2016 hatten in der Region um Melbourne an einem Tag 3.365 Personen wegen akuter Atemwegsbeschwerden die Notfallambulanzen der Krankenhäuser aufgesucht. Das war fast das Siebenfache an solchen Fällen an „normalen" Tagen. 476 der Patienten hatten stationär aufgenommen werden müssen, was das Zehnfache der sonstigen Frequenz bedeutete.
