Washington, D.C., 30. Mai 2026
Nach einem mehrstündigen Briefing im Situation Room des Weißen Hauses hat US-Präsident Donald Trump noch keine endgültige Zustimmung zu einem Rahmenabkommen mit dem Iran gegeben.
Das Treffen mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern dauerte etwa zwei Stunden und endete ohne eine Entscheidung des Präsidenten, wie die New York Times unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social eine „endgültige Entscheidung“ zu den Iran-Verhandlungen angekündigt.
Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte nach dem Treffen: „Präsident Trump wird nur ein Abkommen schließen, das gut für Amerika ist und seinen roten Linien entspricht.“ Eine der Grundbedingungen sei, dass Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe.
Verhandlungen und rote Linien
Bereits seit Tagen laufen intensive Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine Verlängerung des seit dem 8. April geltenden Waffenstillstands. Laut US-Kreisen liegt ein von Unterhändlern beider Seiten vereinbartes Rahmenwerk auf dem Tisch, das eine 60-tägige Verlängerung der Waffenruhe vorsieht.
Trump selbst hatte vor dem Treffen im Situation Room erklärt, der Iran müsse auf Atomwaffen verzichten und die Straße von Hormus wieder öffnen. Im Gegenzug würden die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen beenden. Auf Truth Social schrieb er, die USA wollten mit der IAEA zusammenarbeiten, um iranische Uranbestände „auszugraben und zu zerstören“.
