Ein seit Donnerstag wütender Waldbrand in der Provinz Guadalajara nordöstlich von Madrid hat nach Behördenangaben bereits rund 29.000 Hektar Land zerstört und etwa 1.200 Menschen aus 34 Ortschaften zur Flucht gezwungen.
Ausmaß des Brands
Die spanischen Behörden stufen den Brand als extrem schwierig zu bekämpfendes Feuer ein. „Der Waldbrand rund hundert Kilometer nördlich von Madrid ist nach Einschätzung der spanischen Behörden extrem schwierig zu bekämpfen“, hieß es in offiziellen Stellungnahmen. Der Regionalpräsident von Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, sagte, es handele sich um einen der am schwierigsten zu bekämpfenden Waldbrände in der jüngeren Geschichte Spaniens. García-Page bezeichnete das Feuer zugleich als den schlimmsten Waldbrand in der Geschichte der Region Kastilien-La Mancha.
Am Dienstag waren nach Medienberichten mehr als 600 Feuerwehrleute und Soldaten sowie 29 Löschfluggeräte in der Provinz Guadalajara im Einsatz. Medienberichten zufolge wurden sie zeitweise von fast 50 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. „Über 600 Feuerwehrleute und Soldaten sowie 29 Löschfluggeräte waren demnach am Dienstag in der Provinz Guadalajara im Einsatz“, berichtete der Deutschlandfunk am 21.07.2026 in seinem Programm.
Das Feuer war am Donnerstag in einem abgelegenen Waldstück ausgebrochen und hatte sich danach schnell über angrenzende Hügel ausgebreitet. Nach Angaben von García-Page haben die Einsatzkräfte über Nacht gearbeitet und die Ausbreitung der Flammen Richtung der Provinzhauptstadt Soria praktisch gestoppt. Der Regionalpräsident sprach von „dem Licht am Ende des Tunnels“ – die Behörden sähen nach fünf Tagen erste Anzeichen für Hoffnung im Kampf gegen das Feuer.
