Berlin, 07 Juni 2026
Union und SPD kommen bei der geplanten Reform des Bundestags-Wahlrechts nicht voran, während die CSU auf die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Änderung pocht und die SPD unter anderem Parität im Parlament verlangt.
Die schwarz-rote Koalition hat bislang keinen konsensfähigen Ersatz für das 2023 von der Ampel-Regierung eingeführte Wahlrecht gefunden. Wie aus dem politischen Berlin verlautete, kommen die Verhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD seit Monaten nicht entscheidend voran. Die Wahlrechtskommission der Koalition hat inzwischen ihre Arbeit abgeschlossen, wie SPD-Fraktionsgeschäftsführer Johannes Fechner erklärte: „Die Wahlrechtskommission habe ihre Arbeit erledigt.“ Nun müsse der Koalitionsausschuss entscheiden, „ob und wie das Wahlrecht geändert wird“.
Dass die Reform kommen müsse, betonte der CSU-Fraktionsvorsitzende Alexander Hoffmann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Die Reform des Wahlrechts muss kommen, sie steht im Koalitionsvertrag“, sagte Hoffmann. Ohne diese Vereinbarung hätte seine Partei den Vertrag nicht unterschrieben: „Ohne diese Vereinbarung hätte die CSU den Koalitionsvertrag nicht unterschrieben.“
