Bodø, 14. Juli 2026

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei einem Besuch im norwegischen Bodø eine deutliche Stärkung der Abschreckung und Verteidigung an der Nato-Nordflanke gefordert und sich dafür auch im dortigen Nato-Luftoperationszentrum umgesehen.

Vor seiner Abreise hatte Wadephul mit Blick auf anhaltende Bedrohungen aus Russland eine Neujustierung von Verteidigung und Abschreckung an der Nato-Nordflanke angemahnt. Bei seinem Treffen mit seinem norwegischen Amtskollegen Espen Barth Eide in Bodø, nördlich des Polarkreises, sagte der CDU-Politiker wörtlich: "ein Raum der Stabilität und der Zusammenarbeit bleiben". Zugleich beschrieb er Norwegen als das "Frühwarnsonar und -radar der Nato im Nordatlantik".

Nach Angaben des Auswärtigen Amts reisten beide Minister mit dem Schnellboot zum Arktis-Forschungsinstitut der Nord-Universität in Bodø. Das Institut, 2007 gegründet, gilt als eines der wichtigsten norwegischen Kompetenzzentren für Fragen der Arktis und des hohen Nordens und befasst sich mit geopolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Region.