Der kapverdische Nationaltorhüter Vozinha kann das WM-Spiel seiner Mannschaft gegen Uruguay in Miami nun doch gemeinsam mit seiner Mutter Ana Candida Evora verfolgen, nachdem die US-Behörden die erforderliche Visa-Kaution für Familienangehörige von WM-Spielern aufhoben.

Der 40 Jahre alte Torhüter von Kap Verde, der mit bürgerlichem Namen Josimar Dias heißt und in der zweiten portugiesischen Liga spielt, hatte nach dem überraschenden 0:0-Unentschieden gegen Spanien am Montag mit Tränen in den Augen öffentlich gemacht, dass seine Mutter das Eröffnungsspiel des Turniers nicht im Stadion hatte verfolgen können. Der Grund: Die USA verlangen von Staatsangehörigen aus rund 50 Ländern eine Kaution in Höhe von bis zu 15.000 US-Dollar, ungefähr 13.000 Euro, um ein Visum zu erhalten. Vozinha und seine Familie konnten diese Summe nicht aufbringen, wie er nach dem Schlusspfiff berichtete.

„Meine Famile hat mich immer unterstützt. Dass meine Mutter jetzt kommt, ist etwas ganz Besonderes“, sagte Vozinha, dessen Instagram-Konto innerhalb weniger Tage von rund 50.000 auf etwa 11,6 Millionen Follower anwuchs. Das Medieninteresse an seiner persönlichen Geschichte hatte sich rasant ausgebreitet, nachdem der Torhüter in der Partie gegen Spanien sieben Torschüsse gehalten und seine Mannschaft so vor einem klar favorisierten Gegner über 90 Minuten im Spiel gehalten hatte.