Ein vierjähriges Mädchen ist am Mittwochnachmittag im Osternienburger Land in Sachsen-Anhalt beim Spielen von einem American Staffordshire Terrier mehrfach gebissen und so schwer verletzt worden, dass jede Hilfe zu spät kam.
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Ermittler in der Ortschaft Drosa. Mehrere Personen hatten versucht, Hund und Kind zu trennen, jedoch vergeblich. „Die Vierjährige war nach Ermittlerangaben am Mittwochnachmittag von dem American Staffordshire Terrier beim Spielen angegriffen und mehrfach gebissen worden", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Für das Kind kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Nach dem Angriff hatten Polizei und die Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau die Ermittlungen aufgenommen. Gegen die 32-jährige Mutter und einen 30 Jahre alten Bekannten der Familie wird demnach wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Einem 30 Jahre alten Bekannten der Familie wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Einzelheiten zur Rolle der Beschuldigten im Tatzeitraum nannten die Behörden zunächst nicht.
Ermittlungen und Beschuldigte
Das getötete Kind soll am Tag der Berichterstattung in Halle obduziert werden, um die genaue Todesursache festzustellen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte entsprechende Pläne. Der Hund wurde nach dem Vorfall in die Tierpension Staßfurt gebracht, wie eine Sprecherin der Ordnungsbehörde Osternienburger Land mitteilte. Wie weiter mit dem Hund verfahren werde, sei abhängig von den polizeilichen Ermittlungen.
