Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag ganztägige Warnstreiks im Einzelhandel in Berlin sowie im Groß- und Außenhandel in Berlin und Brandenburg ausgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen am Montag ohne Ergebnis geblieben waren.

Ausweitung der Streiks auf weitere Bundesländer

Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks im Handel deutlich aus. Nach dem ergebnislosen Ende der Tarifverhandlungen für den Einzelhandel in Berlin und Brandenburg am Montag rief die Gewerkschaft die Beschäftigten für Freitag und Samstag zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf. In Berlin gilt der Aufruf für den Einzelhandel, in Berlin und Brandenburg zusätzlich für den Groß- und Außenhandel.

Vom Streik betroffen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlreicher großer Handelsketten. Verdi benennt in seinem Aufruf unter anderem Rewe, Penny, Rewe Logistik, Metro, Kaufland, Hit, Ikea, Douglas, H&M, Zara und Primark. Damit reicht die Aktion von Lebensmittel- und Drogeriemärkten über Modefilialisten bis hin zu Möbelhäusern und Logistikzentren.

Bereits seit Donnerstag liefen Warnstreiks in mehreren weiteren Bundesländern. In Sachsen beteiligten sich Beschäftigte mehrerer Zentrallager des Lebensmittelhandels, darunter das Edeka-Foodservice-Zentrallager in Dresden. Verdi sprach in diesem Zusammenhang davon, dass «Die Beschäftigten sind es, die die Läden buchstäblich am Laufen halten.»

Forderungen und bisheriges Angebot

Im Zentrum des Konflikts steht die Tarifrunde für den Einzelhandel, die nach Angaben der Gewerkschaft die dritte Verhandlungsrunde in der laufenden Runde darstellt. Die Verhandlungen laufen bereits seit April. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 225 Euro monatlich, bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt die Gewerkschaft eine Erhöhung um 250 Euro pro Monat für jede Entgeltgruppe sowie 150 Euro pro Ausbildungsjahr für Auszubildende.